Die Kirchengemeinden haben ein Schutzkonzept bekommen!
Es ist ein gesellschaftliches Problem in Deutschland: Sexualisierte Gewalt. Diese kommt leider überall vor: In Sportvereinen genauso wie in Familien, der Politik, Feuerwehren, Schulen, Kindertagesstätten, Heimen jeglicher Art, Krankenhäusern, Firmen – und leider auch im Bereich der Kirchen. Und es betrifft Menschen jeden Alters – vom Kleinkind bis hin zum Senior, Frauen und Männer.
Wir wollen in unserer Kirchengemeinden keine sexualisierte Gewalt dulden. Darum haben wir ein Schutzkonzept erstellt, das in unserer Gemeinde gelten soll. Jede und jeder ist gehalten, sich an die Regeln dieses Schutzkonzeptes zu halten und Missbrauch zu verhindern.
Wenn was passiert, hier finden Sie die nötigen Informationen:
Ansprechpersonen für Betroffene
Missbrauch-Meldestelle
Weitere Informationen
Verhaltenskodex
In den Überlegungen zu wertschätzendem Verhalten sind uns die folgenden Verhaltensgrundlagen wichtig geworden. Die Arbeit in der Kirchengemeinde lebt durch Beziehungen von Menschen miteinander und mit Gott. Unsere Arbeit mit allen Menschen, insbesondere mit Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist getragen von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen.
Diese Haltung findet Ausdruck im folgendem Verhaltenskodex:
1. Ich trage dazu bei, ein sicheres, förderliches und ermutigendes Umfeld für mir anvertraute Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zu schaffen und/oder zu erhalten. Diese Haltung pflege ich auch im Umgang mit Kolleg*innen, mir zugeordneten Mitarbeitenden und Teilnehmer*innen.
2. Ich trage dazu bei, alles zu tun, damit durch meine Tätigkeit keine sexualisierte Gewalt, Vernachlässigung und andere Formen der Gewalt möglich werden.
3. Ich bemühe mich, die individuellen Grenzempfindungen der Menschen um mich herum wahrzunehmen und zu respektieren.
4. Ich bin mir meiner besonderen Verantwortung als Mitarbeiter*in bewusst, gestalte einen verantwortungsvollen Umgang in Bezug auf Nähe und Distanz und missbrauche meine Rolle nicht.
5. Ich beachte das Abstands- und Abstinenzgebot und nutze meine Funktion nicht für sexuelle Kontakte zu mir anvertrauten Menschen.
6. Meine Kommunikation ist respektvoll und wertschätzend, sowohl im direkten Gespräch, als auch in der Kommunikation im digitalen Raum.
7. Ich will jedes unangemessene Verhalten anderen gegenüber vermeiden und bin ansprechbar, wenn anderen an meinem Verhalten etwas Unangemessenes auffällt.
8. Wenn ich eine Grenzüberschreitung bei meiner Tätigkeit bemerke oder von ihr erfahre, schaue ich nicht weg, sondern wende ich mich an die Ansprechpersonen oder an Fachberatungsstellen und lasse mich beraten.
9. Ich werde entsprechend dem Interventionsplan meiner Kirchengemeinde vorgehen, wenn ich sexuelle Übergriffe oder strafrechtlich relevante sexualisierte Gewalt wahrnehme.